Ein
Hörbuch über Architektur — wie soll das funktionieren? Und doch geht es sehr gut, wie „Peter Zumthor — Die Magie des Realen” beweist. Dieses und andere Hörbücher aus der Reihe haben den Deutscher Hörbuchpreis gewonnen.
Baunetz schreibt:
Doch wie kann man sich nun Architektur im Audiobuch vorstellen – ohne Fotos, ohne Pläne und ohne Skizzen? Es ist ganz erstaunlich, wie man von den angenehmen Stimmen von Holfelder und weiteren Sprechern durch die Gebäude geführt wird und wie bildlich diese erklärt werden. Hintergrundgeräusche sorgen für die nötige Atmosphäre und Gespräche mit den Architekten für Anekdoten vom Entwurfsprozess bis zur Baustelle. Für lange Auto– oder Zugfahrten, verregnete Samstage zu Hause oder auch als Weihnachtsgeschenk für Architekturliebhaber nur zu empfehlen.
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Über den Europan10 habe ich hier bei archimag ausführlich berichtet. Jetzt ist zu Europan11, dem größten europäische Ideenwettbewerb mit Realisierungsabsicht für
junge Architekten und Planer bis 40 Jahre, der Katalog mit den Ergebnissen veröffentlicht wurden. 2011 wurde der Wettbewerb zum elften Mal veranstaltet, an 49 Standorten in 17 Ländern.
Der Katalog zeigt die prämierten Entwürfe für die deutschen Wettbewerbsgebiete in Ibbenbüren, Ingolstadt, Selb, Wittstock und Würzburg, den polnischen Teilnehmer Warschau sowie die mit einem Preis ausgezeichneten Arbeiten deutscher Architekten an den Standorten Amsterdam, Oslo, Graz, Reims, Eindhoven, Linz, Malmö, Nynäshamn und Turku. Übersichtlich und detailliert werden die Projekte anhand der Entwurfsgrafiken, Pläne und eines Erläuterungstextes vorgestellt. Kurze Einführungen in die Wettbewerbsgebiete und –aufgaben sind der Präsentation der Projekte vorangestellt.
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BREEAM, LEED, DGNB, MINERGIE, HQE, EU-Green Building, CASBEE und noch viele anderen. Eine Flut von Zertifizierungssystemen gibt es und man kommt immer wieder in die Situation sich damit auskennen zu müssen. Im Detail bei allen Systemen eine Unmöglichkeit. Dabei sind die System vom Sinn her Sinnvoll. Sie sollen Nachhaltigkeit ganzheitlich bewerten und Nachhaltigkeit in der Architektur transparent und vergleichbar zu machen.
Aber es herrscht eine große Dynamik und ein kaum zu übersehender Wettbewerb zwischen den einzelnen Systemen.
Ein Buch der Detail Reihe Green Books bringt Übersicht in die Vielfalt der Label. Es stellt detailliert die wichtigsten Zertifikate mit ihren Systemvarianten und Bewertungsmethoden vor und macht Angaben zu Zertifizierungsablauf und Kosten. Gebäudebeispiele veranschaulichen die Schwerpunkte und den Prozess der Zertifizierung sowie die Unterschiede zwischen den einzelnen Labels. Zertifizierung von Gebäuden ist damit ein wichtiges Grundlagenwerk für Architekten und Planer, Bauherren und Projektsteuerer sowie Hersteller und ausführende Unternehmen. — Internationale Rahmenbedingungen des nachhaltigen Bauens — Zertifizierungssysteme im Einzelnen: BREEAM, LEED, DGNB, MINERGIE, HQE, EU-Green Building, CASBEE — Planungsabläufe und Dokumentationsanforderungen — Ökonomische Aspekte und Marktpotenziale der Gebäudezertifizierung — Projektbeispiele.
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YES IS MORE COVER
Die Frankfurter Buchmesse und das Deutsche Architekturmuseum (DAM) haben nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr auch 2010 wieder den internationalen DAM Architectural Book Award vergeben. Dem gemeinsamen Aufruf sind rund 90 Architektur– und Kunstbuchverlage weltweit gefolgt; erstmals mit dabei: China, Brasilien, Mexiko. Eine Fachjury aus Vertretern des DAM sowie externen Experten hat die Einsendungen nach Kriterien wie Gestaltung, inhaltliche Konzeption, Material– und Verarbeitungsqualität, Grad an Innovation und Aktualität bewertet. Die Preisverleihung fand am 6. Oktober 2010 in der Bibliothek des DAM statt.
Neben vielen anderen Preisträgern hat auch Yes is More in der Kategorie Architektenmonografie gewonnen. Herzlichen Glückwunsch — ich finde es auch toll, mal wirklich etwas anderes. Und es ist jetzt auch auf Deutsch zu kaufen.
Yes is more is the title of an exhibition and a book presenting B.I.G. in solo format for the first time in Denmark at the Danish architecture centre. Unlike a classic architectural monograph, this book is more of a popular cultural manifesto, which is also literally the first actual documentation of B.I.G.‚s trailblazing practice. As the book demonstrates, this is a practice where method, processes, instruments and the approach to the concept of architecture is precisely as wild, unfettered and result-producing as the world it is part of and greets with an unqualified Yes. Bjarke Ingels attracts highly talented co-workers, but also gifted and ambitious clients from all over the world. He does so because his own talent is above all to swiftly create intelligent synergies out of indomitable „movements”, wild energies and unforeseen dynamics and transform them into hitherto unseen, surprising, functional, valuable and beautiful solutions to the specific and complex challenges in each task. The results of B.I.G.‚s practice has already won awards from the Royal Academy of Fine Arts, the Special Jury Prize at the Venice Architecture Biennale, the prize for „The World’s Best Housing Project”, „Best Building in the Nordic Countries” as well as many other international kudos. The project and the title Yes is more is a double-edged wordplay on the dogma in modern architecture that „less is more”. Less is only more as far as dimensions go — the ability to encompass as many dimensions as possible (more) with as few expenses as possible (less). As a design parameter for an aesthetic retro minimalism this only amounts to idiosyncratic architectural idiocy.

Architektonisches Potenzial von Dämmbeton
In den letzten Jahren wurden in der Fachpresse wiederholt Gebäude gezeigt, deren Außenhüllen aus homogenem Dämmbeton oder „Konstruktionsdämmsichtbeton” bestehen und die mit einer Wandstärke von nur 50 cm die geltenden Energievorschriften einhalten. Diese spezielle Betonart stieß bei vielen Architektinnen und Architekten auf großes Interesse: Endlich ein Material, mit dem wieder ontologische Betonkonstruktionen möglich sind, die mit ihren beidseitigen Sichtbetonflächen an die Tradition der
Beton–brut-Architektur der 1950er und 60er Jahre anknüpfen.

Architektonisches Potenzial von Dämmbeton
Im Buch Architektonisches Potential von Dämmbeton gibt der Autor Patrick Filipay Anwendern und interessierten Fachleuten einen Überblick über die Möglichkeiten dieses zukunftsträchtigen Materials: Im ersten Teil beleuchtet er den Baustoff von seiner Entstehungsgeschichte her, die in ihren Vorläufen bereits in der Antike beginnt. Es folgt die materialtechnologische Sicht mit besonderem Augenmerk auf die relevanten Unterschiede zu Normalbeton, beispielsweise bei der Frischbetonherstellung. Dazu werden bisher unveröffentlichte Resultate von Betonanalysen publiziert. Anschließend folgt ein Verzeichnis aller in deutschsprachigen Architekturzeitschriften publizierten Dämmbetonbauten in Ortbeton.
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Microarchitektur
So ich denke, dass wird für diesem Monat das letzte Buch, was ich Euch vorstellen möchte. An dieser Stelle noch ein kleiner Hinweis, dass ich plane die Rezensionsexemplare, die ich erhalten habe zu verlosen. Ich denke das wäre für die Vorweihnachtszeit eine gute Gelegenheit.
Jetzt aber zum Buch: Konzepte und Beispiele kleiner Bauten mit alltäglichen und besonderen Funktionen. Mobil, temporär, dauerhaft. Konstruktionen: von einfach über experimentell bis high-tech. Entwerfen und Bauen als Prozess. Verbindung von Architektur und Produktdesign. Innovative Lösungen auf begrenztem Raum. Wartehäuschen, Kioske, Imbiss„buden”, Marktstände, Bushaltestellen, Telefonhäuschen bzw. –säulen, Toiletten, Litfaßsäulen, Ticketschalter, mobile Zelte oder Wohneinheiten, Notunterkünfte, Touristeninformationen — die Liste kleiner, autark funktionierender Bauten läßt sich fast unendlich erweitern. Kleine Bauten prägen unseren Alltag, man findet sie an der nächsten Straßenecke, sind sind präsent und unabdingbar, erwecken aber nur selten architektonische Aufmerksamkeit. Dabei nehmen all diese Kleinstrukturen einen festen Platz in der städtischen Infrastruktur ein. Anstatt auf die großen Attraktionen der Baukunst zu schielen, liegt für die Architekten viel Potenzial verborgen in der Qualitätssicherung des Alltagsdesigns dieser kleinen, manchmal geradezu charmanten Notwendigkeiten. Dieser Band der „im Detail”-Reihe spannt den Bogen zwischen Architektur und Produktdesign, denn nicht selten stehen die kleinen Bauten genau im Spannungsfeld zwischen den beiden Professionen.
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