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Wie ich eine optimale Beleuchtung für Büro bekommen.

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Das Arbeitszimmer ergonomisch beleuchten

Licht ermöglicht uns nicht nur das Sehen, es übt auch einen großen Einfluss auf unser allgemeines Wohlbefinden aus. Denn wie wissenschaftliche Studien belegen fördert das richtige Licht sogar die Motivation und Konzentration, was wiederum zu besseren Arbeitsergebnissen führt. Dieses Wissen um die biologische Wirksamkeit des Lichts findet Einzug in die Beleuchtungskonzepte, welche professionelle Lichtplaner für Büroräume und Arbeitszimmer erstellen.

Was zeichnet gutes Licht aus?

Ihre Aufgabe ist es, eine ausgezeichnete Beleuchtungsqualität zu schaffen und dabei den Forderungen nach Ergonomie und Energieeffizienz gerecht zu werden. Als wichtigste Kriterien für eine gute Beleuchtung gelten dabei ein ausreichend helles Licht für die spezifischen Sehaufgaben am Arbeitsplatz, das Vermeiden von Schlagschatten auf der Arbeitsfläche sowie das Unterbinden von störenden Direkt- und Reflexionsblendungen durch spiegelnde bzw. glänzende Oberflächen. Darüber hinaus erleichtert ein ausreichendes Maß an Schattigkeit das räumliche Sehen wie auch das Erkennen von Objekten. Weiterhin ist eine sehr gute Farbwiedergabeeigenschaft des Kunstlichts insbesondere an den Arbeitsplätzen wichtig, bei denen es auf das Unterscheiden feinster Farbnuancen ankommt.

In puncto Lichthelligkeit sind in der Arbeitsstättenverordnung für alle möglichen Tätigkeitsfelder bestimmte Beleuchtungsstärken vorgeschrieben. An Computerarbeitsplätzen beispielsweise sollten mindestens 500 Lux herrschen; wo Details oder Farbwerte unterschieden werden müssen, sind sogar 1.000 bis 1.500 Lux erforderlich.

Biologisch wirksames Licht für Büroräume

Damit der Bürobeleuchtung aber auch das Qualitätsmerkmal „Ergonomisch“ zugeschrieben werden kann, ist ein weiteres Kriterium von entscheidender Bedeutung. Denn die biologische Wirksamkeit des Lichts beruht auf der Empfindlichkeit des menschlichen Auges für den blauen Anteil des Lichtspektrums. Beim Tageslicht ist er vom frühen Vormittag bis zum Nachmittag besonders hoch, danach überwiegt wieder der rote Lichtanteil.

Diese Veränderungen des natürliches Lichts geben den Takt für unsere innere Uhr vor, über die unser Organismus die Ausschüttung bestimmter Hormone reguliert. Unser Schlaf-Wach-Rhythmus beispielsweise wird mit Hilfe der Hormone Melatonin und Cortisol gesteuert. Ein hoher Rotanteil im Lichtspektrum regt die Ausschüttung von Melatonin an, das uns müde werden lässt; tritt dagegen vermehrt blaues Licht auf, wird die Melatonin-Produktion unterdrückt, so dass das aktivierende Cortisol seine Wirkung entfalten kann.

Dynamisches Lichtmanagement für eine ergonomische Beleuchtung

Mittels moderner Lichtsteuerungssysteme lassen sich diese Lichtveränderungen im Tagesverlauf simulieren. Dabei wird die Menge des einfallenden Tageslichts mit Hilfe von Sensoren gemessen und die Beleuchtungsstärke und Farbtemperatur des Kunstlichts entsprechend angepasst, bis die einprogrammierten Werte erreicht sind.

Vormittags und nachmittags überwiegt dabei der konzentrationsfördernde blaue Lichtanteil mit einer Farbtemperatur von mehr als 5300 Kelvin bei einer Beleuchtungsstärke von mindestens 1.000 Lux – auf diese Weise lässt sich das gefürchtete Mittagstief leicht überwinden; im weiteren Verlauf des Nachmittags überwiegt dann allmählich der rote Lichtanteil. Gleichzeitig wird die Beleuchtungsstärke herabgefahren. Zusätzliche Bewegungssensoren sorgen schließlich dafür, dass bei Abwesenheit das Licht automatisch abgeschaltet wird.

Für eine ergonomische Beleuchtung im Büro bzw. Arbeitszimmer bedarf es aber nicht zwingend eines solchen dynamischen Lichtmanagementsystems. Für die Grundbeleuchtung im Raum kann beispielsweise eine Deckenleuchte mit Spiegelrastern verwendet werden, die ihr Licht größtenteils direkt nach unten abgibt, zu einem kleinen Teil aber auch durch die spiegelnden Lamellen im Raum streut, so dass das Licht von den Wänden sanft reflektiert wird. Idealerweise wird sie etwas seitlich über dem Schreibtisch angebracht, so dass das Licht vor die Schreibhand fällt, ohne störende Schatten zu bilden.

Für eine gleichmäßige Helligkeitsverteilung im gesamten Raum sorgen des Weiteren auch breit strahlende Deckeneinbauleuchten sowie Schienen- und Seilsysteme mit mehreren Leuchtköpfen, die beliebig auf Schreibtisch, Schränke und Regale ausgerichtet werden können.

Zusätzlich zur Allgemeinbeleuchtung sollte eine weitere Lichtquelle den Arbeitsplatz optimal ausleuchten. Am besten eignet sich hierfür eine Schreibtischleuchte mit beweglicher Struktur und schwenkbaren Leuchtenkopf. Weiterhin sollte sie dimmbar sein und mit Leuchtstofflampen, LED-Retrofit-Lampen oder Halogenlampen bestückt werden können.

Diese Leuchtmittel sollten die Lichtfarbe Tageslichtweiß bzw. De Luxe aufweisen, eine Helligkeit von 700 Lumen oder mehr bereitstellen und mit einem Farbwiedergabe-Index zwischen Ra 85 bis 100 gekennzeichnet sein.

Das beste Licht bieten im Übrigen Halogenlampen, doch leider erreichen diese bei Weitem nicht die Energieeffizienz von den beiden erstgenannten Leuchtmitteln. Im Falle von LED-Retrofit-Lampen ist es im Übrigen so, dass leider die teureren Modelle auch das qualitativ bessere Licht bereitstellen, was dem aufwändigen Herstellungsverfahren geschuldet ist.

Weitere Informationen und Hinweise zu einer optimalen Bürobeleuchtung sowie ein breit gefächertes Sortiment an Büroleuchten aller Art stellt Lighting Deluxe bereit.

Diese ist ein Gastartikel von: Daniela Schär

Bild: Peter van der Sluijs

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Ich bin Architekt und seit 2009 veröffentliche ich archimag.de. Wenn Ihr Wünsche oder Anregungen habt, dann her damit. Ich freue mich über Eurer Feedback.

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