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Perlen der Alltagsarchitektur

11 Fragen an Architektin Beate Wolf

Auch wenn schon län­ger kein mehr bei archimag.de ver­öf­fent­licht wurde, so soll es doch ein zen­tra­les Ele­ment die­ses Maga­zin sein. Daher wie­der frisch ans Werk mit Frau Wolf.

Frau Wolf stel­len Sie sich vor der ers­ten Frage doch kurz sel­ber vor:
_Beate Wolf [bw]: Meine Wur­zeln lie­gen in Vor­arl­berg, Öster­reich, und lebe seit Anfang der 90er Jahre in . Mein ers­tes Pas­siv­haus ist 1997/98 in Dorn­birn, Öster­reich, ent­stan­den – noch bevor in das erste frei­ste­hende Pas­siv­haus in Bret­ten bei Karls­ruhe gebaut wurde.

Frage 1: Wel­ches war Ihre erste Anstel­lung nach dem Stu­dium?
_bw: Ich war schon immer selbst­stän­dig. Ich habe aber bereits vor dem Stu­dium in einem Archi­tek­tur­büro in Dorn­birn, Öster­reich, gear­bei­tet, und dort meine ers­ten prak­ti­schen Erfah­run­gen gesammelt.

Frage 2: Warum sollte ein Bau­herr auf jeden Fall mit einem Archi­tek­ten zusam­men­ar­bei­ten?
_bw: Weil ein Archi­tekt sein ers­tes Haus für sei­nen Feind, das zweite für sei­nen Freund, und erst das dritte für sich selbst baut. Damit hat er dem Bau­herrn eini­ges vor­aus und hilft ihm, kost­spie­lige Feh­ler zu vermeiden.

Frage 3: Wie wür­den Sie ihren archi­tek­to­ni­schen Stil beschrei­ben?
_bw: Mein Stil ist gerade, schnör­kel­los und mit viel Liebe zum Detail. Letzt­lich aber geht es mir darum, eine Umge­bung für den Men­schen zu schaf­fen, in der er sich wohlfühlt.

Frage 4: Wel­ches Buch oder wel­chen Film habe Sie zuletzt gele­sen bzw. gese­hen?
_bw: Auf dem Film­fest Mün­chen habe ich www.mrnobody-film.de/”>Mr. Nobody gese­hen. Darin geht es um die Mög­lich­kei­ten, die ein Mensch in sei­nem Leben hat und die Kunst des Glücklichwerdens.

Frage 5: Wer sind Ihre Vor­bil­der und warum?
_bw: Ich halte mich an den Grund­satz Mies van der Rohes „Less is more”.

Frage 6: Ist der Bau­herr König, oder muss ein Bau­herr durch einen erfah­re­nen Archi­tek­ten zu sei­nem Glück geführt wer­den?
_bw: Ich ver­su­che dem Bau­herrn meh­rere Alte­ra­ti­ven zu bie­ten, auch damit er ein Gefühl dafür bekommt, was mach­bar und sinn­voll ist. Meine gründ­li­che Vor­ar­beit stellt sicher, dass das Pro­jekt ein Erfolg wird. Die letzte Ent­schei­dung trifft der Bauherr.

Frage 7: Wel­cher Bereich im Archi­tek­tur­stu­dium hat Sie für Ihr Berufs­le­ben am Bes­ten vor­be­rei­tet?
_bw: Schwie­rig zu sagen in mei­nem Fall, ich habe ja bereits vor mei­nem Stu­dium in einem Archi­tek­tur­büro gearbeitet.

Frage 8: Von Paul Valery stammt der Aus­druck „Archi­tek­tur ist Stein gewor­dene Musik”. Was uns zu der Frage bringt, wel­che Musik Sie zur­zeit gerne hören?
_bw: Ich höre abends gerne Klas­sik zum Entspannen.

Frage 9: Wel­ches Gebäude hät­ten Sie gerne ent­wor­fen und warum?
_bw: Ich habe gerade eine Schule im Pas­siv­haus­stan­dard bauen dür­fen und dabei viele mei­ner archi­tek­to­ni­schen Wunsch­vor­stel­lun­gen ver­wirk­li­chen können.

Frage 10: Archi­tek­tur ist … ?
_bw: …wenn es gelingt, Räume zu schaf­fen, in denen sich der Mensch wohlfühlt.

Und zum Schluss Frage 11: Wel­che Frage wür­den Sie wel­cher Per­son gerne stel­len?
_bw: Eine Frage an die Kol­le­gen: Warum glaubt ihr man müsse als Archi­tekt unbe­dingt einen schwar­zen Roll­kra­gen­pulli tragen?..

Vie­len Dank Frau Wolf.

Dipl.-Ing. Beate Wolf, Archi­tekt
Bas­ler Straße 39
81476 Mün­chen
architektin-wolf.de
info@architektin-wolf.de

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Ich bin Architekt und seit 2009 veröffentliche ich archimag.de. Wenn Ihr Wünsche oder Anregungen habt, dann her damit. Ich freue mich über Eurer Feedback.
Sebastian Lauff

One Response

  1. Neu bei archi­mag: 11 Fra­gen an Archi­tek­tin Beate Wolf: Archi­tek­tin Beate Wolf
    Auch wenn schon län­ger kein… http://t.co/q2S021UU #archi

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