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Hoteldesign – von Großen was über kleine Räume lernen

Hotel Mondial Köln

Vom Hoteldesign kann man viel lernen. Hier werden immer wieder neue Trends ausprobiert. Ich meine hier nicht nur die oft einzigartigen Bäder, die wir alle kennen. Vielmehr werden Hotelzimmer immer mehr zu kleinen, modernen Wohnungen. Im Bereich Materialwahl muss natürlich auf eine hohe Qualität und Beständigkeit geschaut werden. Und das ist doch etwas, das wir in jedem Bau gerne haben. Dieser zweite Artikel über Designböden zeigt ein schönes Beispiel aus Köln und wie Tradition mit modernem Look verbunden werden kann. 

Kleiner Rückblick

In einem der letzten Artikel hier auf archimag, habe ich von meiner Kooperation mit PROJECT FLOORS geschrieben und wie die Zusammenarbeit über die Suche nach einem perfekten Boden für ein Renovierungsprojekt zustande gekommen ist. Das kleine Hotel Buiterling in Brilon habe ich als Beispiel für eine sehr gelungene Renovierung vorgestellt. Auch dieser Artikel entstand im Rahmen der Kooperation, gibt aber, wie üblich, nur meine persönliche Meinung wieder. 

Hotel Mondial in Köln

Dieses vier Sterne Hotel liegt in der Nähe des Doms und ist damit praktisch direkt in der Region, in der ich wohne und lebe. Die Kölner Innenstadt verbindet Moderne und Tradition, Museen und Einkaufsstraße, alt und neu. Genau in diesem Spannungsfeld wurde das Hotel Mondial am Dom Cologne Gallery by Sofitel vor nicht zu langer Zeit komplett modernisiert und renoviert. Das Büro für Innenarchitektur Kitzig Interieur Design wollte hierbei etwas frischen Wind in die Gestaltung der Räume bringen. 

„Das Ziel war es, eine möglichst klare und moderne Gestaltung entstehen zu lassen.“

Innenarchitekt Johann Boltz
Fischgrät in zwei Farben geschickt kombiniert.
Fischgrät in zwei Farben geschickt kombiniert.

Hierbei wurden in den Zimmern und Bädern teilweise verschiedene Farben des gleichen Designbodenbelages verwendet. Ich finde es faszinierend, wie hiermit und dem gekonnt eingesetzten Übergang die Verbindung zwischen Zimmer und Bad betont und unterstützt wird. Hotelzimmer zeigen uns in ihrem Design schon seit Jahren, wie man verschiedene Bereiche auf kleinem Raum verbinden kann und so den Zimmern trotz ihrer kleinen Größe eine Offenheit und Großzügigkeit geben kann. 

Traditionelles Fischgrät – modern interpretiert 

Ein Hotelzimmer, das offen und licht wirkt. Der Boden lässt die einzelnen Bereiche verschwimmen.
Ein Hotelzimmer, das offen und licht wirkt. Der Boden lässt die einzelnen Bereiche verschwimmen.

Designboden vermag die verschiedenen Ansprüche eines Hotels miteinander zu verbinden. Man erhält einen robusten und leicht zu pflegenden Bodenbelag, hier in Holzoptik, der uns dennoch an Natur und Wärme erinnert und dem Raum eine edle Anmutung verleiht. 

Das dunkele Dekor aus der Fischgrät Kollektion von PROJECT FLOORS wurde im Schlafraum verlegt und zeigt eine warme, behagliche Holzoptik. Im Bad hingegen wurde, aus der gleichen Kollektion, ein helles, fast weißes Dekor verlegt. Der helle Boden sieht clean aus und signalisiert Sauberkeit. Gleichzeitig wirkt die authentische Holzoptik im Bad ungewohnt und edel. 

Besonders gelungen ist, dass die verschiedenen Dekore nicht einfach aneinander stoßen, sondern wortwörtlich ineinander übergehen und so die Bereiche Bad und Zimmer optisch verschwimmen lassen und damit die oben schon angesprochene Offenheit unterstützen. 

„Durch die Verlegung im Fischgrät-Muster konnte eine klare und moderne Gestaltung optimal umgesetzt werden. Ebenfalls stellt die Fischgrätverlegung eine Verbindung zur historischen Lage des Hotels dar.“

Johann Boltz
Designböden sind nicht wasserscheu und machen das Bad viel wohnlicher
Designböden sind nicht wasserscheu und machen das Bad viel wohnlicher

Schiffsdeckverlegung im Café 

Auch im Cafébereich des Hotels wurde ein Designboden verlegt – ein Holzdekor in Schiffsbodenoptik mit Fugen aus schwarzen Akzentstreifen kam zu Einsatz. Die Akzentstreifen sorgen dafür, dass die Dielenoptik noch mehr herausgearbeitet wird. Dennoch ist der Boden weiterhin versiegelt, pflegeleicht und den Belastungen eines Cafés in der City einer Millionenstadt gewachsen. 

Schiffsboden – eine Verlegeart, die auch in großen Wohnzimmer und offenen Flurbereichen gut zur Geltung kommt. Durch die homogene Oberfläche und die Strapazierfähigkeit des Bodens kann auch die Küche mit demselben Belag ausgestattet werden. 

Traditionell und großzügig - Schiffsboden im Cafe
Traditionell und großzügig – Schiffsboden im Cafe

Die Mischung macht´s

Das Beispiel Hotel Mondial in Köln verdeutlicht gleich mehrere Dinge. 

Gerade in Bezug auf das Leben auf kleinem Raum können gut gestaltete Hohtelzimmer zeigen, wie durch geschickte Innenarchitektur eine offene und großzügige Atmosphäre erzeugt werden kann. 

Auch eine an die Tradition des Hauses angelehnte Optik kann mit modernen Materialien umgesetzt werden und bietet dann alle Vorteile die ein Designboden bietet. 

Detail Schiffsboden - die schwarze Fuge sorgt für Plastizität
Detail Schiffsboden – die schwarze Fuge sorgt für Plastizität

Das Mischen von Designs und Dekoren ist immer eine Option, wenn diese aus einer Hand stammen und einwandfrei kombinierbar sind. Besonders die Kombination von zwei unterschiedlich farblichen Planken im Fischgrät zeigt eindrucksvoll die Möglichkeiten, deren Begrenzung offensichtlich zunächst nur unsere Fantasie ist. 

Logo Projekt Floors

PROJECT FLOORS GmbH
Max-Ernst-Straße 4
50354 Hürth
www.project-floors.com

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