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Quantify my Car

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Heute kann man alles mehr oder minder automatisch aufzeichnen lassen. Angefangen von Schritten und Kaffeekonsum bis Schlafphasen ist alles möglich. Ich gebe zu, dass ich die Daten über mich spannend finde und finde daraus durchaus etwas herauslesen zu können. In einigen Teilen des Lebens ist das Erfassen von Daten jedoch unumgänglich. Und genau hier sind wir beim Thema angekommen: dem Fahrtenbuch. Eher lästig und mühselig, als angenehm.

Wer führt ein Fahrtenbuch

Viele Menschen müssen oder können ein Fahrtenbuch führen. Ganz oben auf der Liste stehen alle Dienstwagenfahrer. Hier kann es preiswerter sein ein Fahrtenbuch zuführen als die 1%-Reglung anzuwenden. Aber auch Architekten die mit Ihrem Privatwagen berufliche Fahrten machen können ggf. diese Kilometer bei der Steuer ansetzten. Voraussetzung ist ein fehlerfrei geführtes Fahrtenbuch.

Diese umfasst die zeitnahe Erfassung von Zeit, Kilometer, Ort, Anlass und Geschäftspartner für jede Fahrt. Und das ganze so, dass keine Fahren eingefügt werden können. Eine aufwendige Arbeit vor und nach jeder Fahrt.

Es geht auch automatisch.

Es gibt einige Systeme, die die Auszeichnung der Fahrten automatisch übernehmen. Hierzu zählen Systeme zum festen Einbau in das Auto ebenso wie Apps fürs Handy, die einem einige Eingaben abnehmen. Eines haben alle Systeme gemeinsam, sie lokalisieren den Start und Endpunkt der Fahrt per GPS.

Die verschiedenen Systeme haben jedoch auch jeder Ihre Vor- bzw. Nachteile. Ein fest ins Auto verbautes System hat zwar den besten Zugriff auf die Fahrzeugdaten, ist jedoch nur in einem Auto nutzbar und teuer in der Anschaffung. Eine Handy-App hingegen ist zwar preiswert zu bekommen und kann in jedem Fahrzeug eingesetzt werden, ob jedoch die Daten vom Finanzamt anerkannt werden hängt sehr davon ab, ob der Nutzer keine Fehler macht und die App im Hintergrund immer aktiv ist.

Der Diagnoseport des Autos hilft.

Alle neueren Autos verfügen über eine OBD-Schnittstelle. Dieser Anschluss dient dazu, die Fehler- und Diagnosedaten des Autos auslesen zu können. Viele Hersteller haben in den letzten Jahren diese Schnittstelle genutzt um mit Steckern Daten des Autos zu erfassen. Die Ansätze gehen von Diagnosedaten für umweltfreundliches Fahren, über Marketingzwecke bis hin zum elektronischen Fahrtenbuch. Ich habe in den letzten Monaten die Stecker von PACE Car, Vimcar und Tanktaler ausprobieren können.

Der Tanktaler-Stecker ist zu der Zeit noch kostenlos gewesen, ist aber sofort wieder zurück gegangen, da er so groß war, dass ich bei den Autos in dem ich ihn ausprobiert habe (Ford Fiesta und VW Golf) eine Einschränkung in der Bewegungsfreiheit der Beine hatte. Außerdem zeichnet sich bei diesem System nicht ab, dass das Fahrtenbuch in Zukunft rechtssicher sein wird.

Den Diagnose-Stecker von PACE Car habe ich als Projekt mitfinanziert (Crowdfunding) und meine Stecker vor einigen Monaten erhalten. Der Stecke ist extrem klein und verschwindet fast komplett in der OBD-Schnittstelle. Anfängliche Problem gab es mit der Software, die aber immer weiter entwickelt wurde. Das größte Problem ist, dass der Stecker nur ein begrenze Zahl von Fahrten speichert und daher mehr oder weniger immer auf eine aktive Verbindung zur App auf dem Handy angewiesen ist. Außerdem ist, meines Wissens, zurzeit das Fahrtenbuch noch nicht 100%ig von den Finanzämtern anerkannt.

Den Vimcar-Stecker habe ich, in der Absicht diesen Artikel zu schrieben, bei der Pressestelle angefragt und Ihnen auch dankenswerterweise zur Verfügung gestellt bekommen. Einen 30 Tage Test kann jedoch jeder kostenlos fahren.

VIMCAR

Ich habe ja gehofft, dass ich mit meinen gekauften PACE Car-Stecker weiter zufrieden sein könnte und der Test mich in meiner bisherigen Arbeitsweise bestätigt. Aber dem ist nicht so.

Der VIMCAR-Stecker ist zwar größer, aber nicht so groß wie der Stecker von Tanktaler. Er passt gut in die Autos und stört nicht. Größer ist der Stecker hauptsächlich, weil eine SIM-Karten verbaut ist und das System somit unabhängig von einem Handy arbeitet. Der Stecker überträgt GPS-Daten, Zeitstempel und Kilometerstände selbstständig an die VIMCAR-Cloud.

Hierbei wird nur der Start- und Endpunkt übertragen, da die Route für das Fahrtenbuch unwichtig ist. Somit gibt es keine Positionsüberwachung des Autos.

In der App oder in der Weboberfläche können dann die Fahrten als Privatfahrt, Weg zur Arbeit oder Dienstfahrt kategorisiert werden. Bei der Privatfahrt und der Dienstfahrt sind keine weiteren Angaben nötig, Spannend wird es bei der Dienstfahrt, bei der die für die Steuer relevanten Angaben wie Geschäftspartner und Grund der Reise abgefragt werden. Hierbei merkt sich das Programm Ort, Personen und Anlässe, so das die Tipparbeit mit der Zeit immer weniger wird. Auch ein Rückfahrt wird erkannt und als Grund der Reise vorgeschlagen.

Da die relevanten Daten direkt von dem Stecker ausgezeichnet wurden, hat man mit der Zuordnung 7 Tage Zeit. Nach den 7 Tagen wird die Fahrt automatisch als privat gekennzeichnet.

Weiterhin kann ich in der App oder Online weitere Kosten für das Auto, wie Parkkosten oder Tankkosten eintragen, die auch Steurrelevant sein können.

Der Export des Fahrtenbuches erfolgt dann als PDF oder in einigen anderen Formaten.

Interessant sind auch die Statistiken wie viel Prozent der Fahrten in welche Kategorien gehören.

Der VIMCAR-Stecker ist nur im Abo als Dienstleistung zu erhalten. Dann kostet er 15,90 zzgl. MWSt pro Auto.

Fazit

Die Lösung von VIMCAR ist die einfachste Lösung, die ich gefunden haben ein elektronisches Fahrtenbuch zu führen. Die Fahrten wurde immer ohne Ausfälle erfasst. Die Kilometer stimmten genauso wie die Ortsdaten. Die Fahren sind (Netz für die SIM-Karten vorausgesetzt) sofort in der App oder Online verfügbar.

Auch die Zuordnung der Fahrten geht flott von der Hand.

Und hier noch ein Affiliate-Link. Kurz, wenn Euch Vimcar auch überzeugt erhält archimag eine kleine Anerkennung, ohne das es für Euch teurer wird. Schaut einfach mal rein:
Hier melden sich Neukunden für eine 30 tägige kostenlose Testphase an.

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