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ab morgen zwei Ausstellungen in Berlin

Entwurf für ein Aufwindkraftwerk, 2007 © Schlaich, Bergermann und Partner Foto: Braake, Grobe, Stuttgart
Entwurf für ein Aufwindkraftwerk, 2007 © Schlaich, Bergermann und Partner Foto: Braake, Grobe, Stuttgart

Entwurf für ein Aufwindkraftwerk, 2007 © Schlaich, Bergermann und Partner Foto: Braake, Grobe, Stuttgart

Als Teil ihres Themenschwerpunkts „Wiederkehr der Landschaft“ (www.adk.de/landschaft) zeigt die Akademie der Künste ab 7. Mai 2010 die Ausstellungen High Energy. Ingenieur – Bau – Kultur. Jörg Schlaich, Rudolf Bergermann und Zeichnen zum Ort. Szyszkowitz-Kowalski Architekten. Die Ausstellungseröffnung ist heute Abend im 19 Uhr.

Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin-Mitte
Tel. (030) 200 57-1000, info@adk.de

dienstags bis sonntags 11-20 Uhr (Pfingstmontag, 24.05. geöffnet)
Eintritt: € 5/3 (für beide Ausstellungen), Eintritt frei am 1. Sonntag im Monat und für Besucher unter 18 Jahren

High Energy. Ingenieur – Bau – Kultur

[aartikel]3883311596:left[/aartikel]Das Büro Schlaich, Bergermann und Partner zählt zu den renommiertesten und innovativsten Ingenieurbüros in Deutschland. Seit fast einem halben Jahrhundert konstruieren Jörg Schlaich und Rudolf Bergermann weltweit aufsehenerregende Dachtragewerke, Membrandächer, Glasfassaden, Brücken, Türme und Solarkraftwerke. Alle Projekte der Ingenieure zeugen von der gelungenen Verknüpfung von künstlerischem, technologischem und ökologischem Anspruch. So entstehen stets minimalistische Baukonstruktionen, deren Effizienz und Schönheit herausragend ist – und die zugleich klug mit natürlichen Energiequellen umgehen.

Darüber hinaus widmet sich das Büro seit Jahrzehnten auch der nachhaltigen Energieerzeugung. Vor allem im Bereich des Solarstroms setzen die theoretischen Forschungen und die praktischen Innovationen der beiden Ingenieure immer wieder neue Maßstäbe. Die Ausstellung High Energy. Ingenieur – Bau – Kultur zeigt nun erstmals das Lebenswerk von Jörg Schlaich und Rudolf Bergermann. Präsentiert werden Modelle, Fotografien, Manuskripte, Computergrafiken und Animationen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Thema erneuerbare Energien; ausgestellt wird u.a. auch das Modell eines Aufwindkraftwerks – mehrere Meter hoch und voll funktionsfähig.

Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger Katalog (80 Seiten, € 12,80).

Zeichnen zum Ort

[aartikel]388331143X:left[/aartikel]Wenige Architekten entwickeln ihre Gedanken heute noch an Skizzen, viele lehnen die Handzeichnung in Zeiten digitalen Planer-Software ab. Anders die Grazer Architekten Karla Kowalski und Michael Szyszkowitz: Seit mehr als 30 Jahren entwerfen sie ebenso außergewöhnliche wie künstlerisch geprägte Architekturen. Ihre Annäherung an Ort und Bauaufgabe erfolgt dabei grundsätzlich über Skizze und Zeichnung. Dieses Zeichnen zum Ort dient nicht nur der sensiblen Feinabstimmung zwischen dem vorgefundenen Ort und den individuellen Bedürfnissen der Nutzer – es prägt auch die Entwürfe nachhaltig. Die Bauten von Karla Kowalski und Michael Szyszkowitz sind bildhaft und plastisch, nicht selten vermitteln sie den Eindruck von beseelten Wesen: Gebäude treten mit dem Gesicht eines kubistischen Porträts auf, sie kriechen als urzeitliche Drachenwesen einen Abhang hinab oder nehmen den Baugrund, etwa einen felsigen Bergrücken, in Form ineinander geschobener Eisschollen bildlich auf.

In der Ausstellung werden 22 Bauprojekte aus der gesamten Schaffenszeit des Architektenpaares gezeigt. Die Werkschau umfasst rund 80 Skizzen und Zeichnungen sowie 20 Originalmodelle; viele davon sind zum ersten Mal in der Öffentlichkeit zu sehen.

Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger Katalog (64 Seiten, € 11,80).

Wettbewerb Museum der Moderne Salzburg 1998  Skizze  © Szyszkowitz-Kowalski Architekten  Akademie der Künste, Berlin, Szyszkowitz-Kowalski-Archiv

Wettbewerb Museum der Moderne Salzburg 1998 Skizze © Szyszkowitz-Kowalski Architekten Akademie der Künste, Berlin, Szyszkowitz-Kowalski-Archiv

Beide Ausstellungen wurden durch die Schenkung des jeweiligen baukünstlerischen Archivs an das Baukunstarchiv der Akademie der Künste ermöglicht.

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