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Update zur Arbeit „…ROLL-IN“ E10 – Dessau

Carsten Jungfer von zectorarchitects schreib mich zu ihren Entwurf ROLL-IN im Rahmen des Wettbewerbes Europan10, der von mir hier vorgestellt wurde, an und bat um folgendes:

Er bemerkte, dass der Text zum Wettbewerbsbeitrag der der Preisrichterin Regine Keller sei. Dieser Text ist mir von der Organisation des Wettbewerbes zur Verfügung gestellt wurden und es handelt sich hierbei in der Tat um die Beurteilungen der Wettbewerbsbeiträge. Weiter schreib er:

Da städtebauliche Projekte dieses Masstabes eben stark in politische und öffentliche Prozesse eingebunden sind, denken wir das ihr Artikel auch Meinungen Anderer widerspiegeln sollte. Dafür haben wir Ihnen im Anhang zur Referenz das Preisgerichtsprotokoll der Sitzung Dessau beigelegt.

Richtig ist natürlich, dass neben objektiven Kriterien auch subjektive in die Beurteilung von Architektur einfließen. Ich werde zectorarchitects gerne den Gefallen tun, auch den von Ihnen angeführten Text zu veröffentlichen. Dort steht:

Die Verfasser attestieren der Dessauer Kavalierstraße das Potenzial eines Stadt-Raumes, „der ausgestattet ist mit allem, was nötig ist, um Generator für Wohnen und öffentliches Leben zu sein“. Ihr Konzept begreift Stadt als „Muster von Events“. Es bietet auf Basis einer präzisen Analyse eine Strategie zur Bündelung, Verstärkung und Erzeugung von urbanen Aktionen und Aktivitäten, die wie ein „roter Teppich“ entlang und quer zur Kavalierstraße ausgerollt werden. Rückgrat dieser Programme sind die vorhandenen Gebäude, Plätze und ihre Nutzungen. Entlang einer Handlungsmatrix aus den Kategorien „Aufwertung, Verdichtung, Verknüpfung“ und „Aktivität, Fläche, Raum“ zeigt der Entwurf die vielfältigen Möglichkeiten auf, ein wachsendes und maximal zu verdichtendes Gewebe urbaner Aktivitäten zu stimulieren und zu stabilisieren. Der Ansatz überzeugt durch seine Praktikabilität, die doch „situationistisch“ und strategisch ist. Das Konzept ist ein sehr überzeugender handlungsorientierter Start-up-Ansatz für die Qualifizierung und Stärkung der Identität der Kavalierstraße als „Mainstreet“ des Oberzentrums Dessau-Roßlau. Das Konzept überzeugt auch deshalb, weil es im Detail zeigt und erwarten lässt, dass Programme schrittweise in gute funktionale und gestalterische Lösungen für den urbanen Raum der Straße übersetzt werden können (Beispiel Neumarkt).

Letztendlich muss und soll jeder sein eigens Urteil bilden. Architektur sollte so individuell sein wie die Menschen.

Anschließend möchte ich Herrn Jungfer und Herr Kling herzlich einladen ein weiteres Projekt bei archimag vorzustellen oder „nur“ den Fragebogen „11 Fragen an..“ zu beantworten. Könnte spannend sein, die Antworten auch mal von einem Stadtplaner zu hören.

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Ich bin Architekt und seit 2009 veröffentliche ich archimag.de. Wenn Ihr Wünsche oder Anregungen habt, dann her damit. Ich freue mich über Eurer Feedback.

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