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Farbe für die Stadt [Rosenthaler Platz]

Farbsplash Rosenthaler Platz, Flickr: by Urbanartcore.eu

Ist das Vandalismus oder Kunst? Mehrere unbekannte Radfahrer verschütteten am Sonntag [25.04.2010] gegen 13 Uhr eimerweise Farbe auf den Fahrbahnen am Rosenthaler Platz. Die Autos fuhren durch und verteilten sie dann auf der ganzen Kreuzung – je nach Fahrtrichtung wurde der Asphalt blau, rot, gelb oder lila. Die Farbe ist abwaschbar, die Stadtreinigung will deshalb auf Regen warten.

Farbsplash Rosenthaler Platz, Flickr: by Urbanartcore.eu

Farbsplash Rosenthaler Platz, Flickr: by Urbanartcore.eu

Mit der kurzen Meldung wurde von der BZ auf ein mutiges und bisher wohl einmaliges Projekt in Berlin hingewiesen. Die Aktion ist eingeschlagen heute am Dienstag gibt es bei Google schon 14.200 Ergebnisse zu dem Suchbegriff „Rosenthaler Platz Berlin Farbe„. Der Tagesspiegel schreibt dass bisher unbekannt ist, wer hinter der Aktion steckt. Und weiter „Blogger der Berliner Street-Art-Szene feiern die bunte Kreuzung und glauben in der Mehrzahl nicht an dreistes Guerilla-Marketing einer großen Firma.“. Diese Idee hat sich mir auch aufgedrängt. BMW bewirbt ihren Roadster zurzeit mit einer ähnlichen Aktion. (Video) Zufall? Nein, dass glaube ich nicht. Aber an eine bayrische Aktion in Berlin will ich nicht glauben. Ich glaube eher an eine Inspiration durch die Werbung.

Die Künstler, Vandalen, unbekannten Personen haben aber eine Nachricht an einer Ampel hinterlassen: „Wasserlöslich, schadstoffrei, biologisch abbaubar“.

Wie bewertet man so etwas jetzt? Ich finde die Fotos vom Platz sehr schön und mehr Farbe kann unseren Städten nur gut tun. Aber rechtlich okay ist die Aktion auch nicht. Da niemand zu Schaden gekommen ist und die Stadtreinigung nur auf den Regen warten muss/will, würde ich persönlich sagen, gut das jemand mal den Mut für eine solche Aktion aufgebracht hat. Es sieht einfach nur gut aus, aber bitte nicht überall nachmachen.

Wie sieht Ihr das? Gefällt es Euch oder geht es gar nicht?

2 Kommentare

  1. Joerd sagt

    Keine Kunstaktion. Sondern ziemlich sicher Reklame.

    Oder irgendwie mit Reklame verknüpft, jedenfalls sind Filmaufnahmen der Aktion derzeit im Kino in einem Reklamespot für die Mottenpest, äh, „Berliner Morgenpost“ aus dem Axel-Springer-Verlag zu sehen.

    Im Reklamespot sieht man die Radfahrer und die an den Fahrrädern befestigten Farbkübel, und den Auskippvorgang.
    Von Qualität und Kameraführung her ist das klar erkennbar eine geplante Aufnahme und kein Zufallstreffer, den jemand mit seiner „Händie“-Kamera festgehalten hat.

    Drollig ist, daß gerade die „B.Z.“ darüber berichtet – erscheint doch sie im gleichen Verlag wie die „Berliner Morgenpost“.

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