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Auditorium Ravello (Italien)

ravello - Oskar Niemeyer

Der Wegbereiter der modernen brasilianischen Architektur, Oskar Niemeyer, hat im italienischen Ravello einen organischen Konzertsaal geschaffen, der sich wie ein großes Froschmaul oder eine Stahlbetonwelle aus der Landschaft abhebt.

Wie eine weit aufgerissene Pupille lockt der riesige ovale Eingang in den Konzertsaal. Die Pupille scheint zu einem Auge zu gehören, das, wie auf einem der surrealen Gemälde des spanischen Malers Dalì, mitten in der Landschaft liegt. Die Pupille ist schwarz, das restliche Auge blütenweiß. Die Umgebung grün. Und links, unten an der Küste, das azurblaue Meer. Dazu ein azurblauer Himmel.

Zum Wochenende wollte ich euch das schöne Architekturvideo nicht vorenthalten. Das Zitat oben und das folgende stammt aus der Sendung Kultur heute des Deutschlandfunks.

Im Gegensatz zu anderen Bauten von Oskar Niemeyer, dem wegen seiner Vorliebe für kalte und fast schon faschistische Monumentalität immer wieder vorgeworfen wurde, eine menschenverachtende Architektur zu entwerfen, präsentiert sich das Auditorium in Ravello wie ein Kleinod. Es passt sich perfekt in die Landschaft ein. Niemeyers klar strukturiertes Gebäude, das eigentlich nur aus einer Betonwelle besteht, wirkt minimalistisch klar und übersichtlich. In einer Landschaft, die in den letzten 50 Jahren von zahllosen illegal errichteten und hässlichen Wohnhäusern verschandelt wurde, erscheint der Konzertsaal des Festivals wie ein architektonischer Lichtblick.

ravello - Oskar Niemeyer

ravello - Oskar Niemeyer

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