11 Fragen an...
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Dipl. Arch. ETH Daniel Jauslin

Herr Jauslin stellen Sie sich vor der ersten Frage doch kurz selber vor:
_Daniel Jauslin [dj]: Ich bin Architekt. Ausgebildet an der ETH Zürich. Zur zeit auch Forscher an der TU Delft.

Frage 1: Welches war Ihre erste Anstellung nach dem Studium?
_dj: Erst Praktikant dan Projektleiter bei West 8 Rotterdam.

Frage 2: Warum sollte ein Bauherr auf jeden Fall mit einem Architekten zusammenarbeiten?
_dj: Weil Bauen sehr komplex ist und man eine Persönlichkeit braucht die aus einer Bauaufgabe Architektur macht, das heißt eine kulturelle und technische Leistung. Wenn sie krank sind gehen Sie besser zum Arzt dann werden sie vielleicht gesund. Wenn sie zum Gericht müssen besser mit Anwalt dann bekommen sie vielleicht Recht. Wenn sie bauen besser mit Architekt dann werden sie vielleicht glücklich.

Frage 3: Wie würden Sie ihren architektonischen Stil beschreiben?
_dj: lieber nicht als Stil (siehe auch Frage 10: Architektur ist…)

Frage 4: Welches Buch oder welchen Film habe Sie zuletzt gelesen bzw. gesehen?
_dj: Architecture Oriented Otherwise von David Leatherbarrow (2009) Von vorne und ca 20 Bücher gleichzeitig mittendrin.
As Good as It Gets (1997) im Free TV
Slumdog Millionaire (2008) im Kino

Frage 5: Wer sind Ihre Vorbilder und warum?
_dj: Im Moment Peter Eisenman für seine (PhD) Forschungsarbeit in der 1960er Jahren für meine Forschung.

Und Natur und Landschaft für unsere Architektur.

Frage 6: Ist der Bauherr König, oder muss ein Bauherr durch einen erfahrenen Architekten zu seinem Glück geführt werden?
_dj: Haben Könige kein Recht auf Glück?

Frage 7: Welcher Bereich im Architekturstudium hat Sie für Ihr Berufsleben am Besten vorbereitet?
_dj: Enwurfsunterricht ist eine Lebensschule, und ich weiß dadurch komplexe Prozesse zu bewältigen vom ersten Strich bis zur Schlüsselübergabe.

Frage 8: Von Paul Valery stammt der Ausdruck „Architektur ist Stein gewordene Musik“. Was uns zu der Frage bringt, welche Musik Sie zurzeit gerne hören?
_dj: Ich höre zur Zeit vor allem mit meinen kleinen Jungs Musik. Wir lieben die CD „Crime Scene“ mit TV und Filmmusik vom Krimis aus den 60er Jahren. Das meiste Big Band Jazz mit Pauken und Trompeten.
Ultra-Lounge, Vol. 7: The Crime Scene Various Artists

Frage 9: Welches Gebäude hätten Sie gerne entworfen und warum?
_dj: Die Akropolis von Athen. Weil sie nicht nur ein Gebäude sondern auch ein Berg ist. Und weil sie Aussieht wie wenn die griechischen Götter sie selber entworfen hätten.

Frage 10: Architektur ist … ?
_dj: …nicht nur eine komplexe technische Planungsaufgabe sondern ein tief verwurzelter, kultureller Ausdruck des Menschen. Nach unserer Auffassung verlangt gute Architektur eine vielschichtige, kulturell verankerte Sichtweise und eine strategisch flexible Entwurfsmethodik.

Entwerfen verstehen wir nicht lediglich als Produktion von Gebäuden und Formen, sondern als Anwendung spezifisch entwickelter Methoden für einzelne architektonische Aufgaben. Es geht um ein strategisches Vorgehen, welches aus dem direkten Bezug zur jeweiligen Aufgabe seine eigenen Ziele definiert und entwirft.

Mit dieser Strategie verfließen die Grenzen zwischen Analyse und Synthese – Rezeption und Konstruktion. Die Produktion analytischer Resultate wird ebenso zum räumlichen Konstrukt, wie die Konstruktion realer Bauten neue Gedanken provoziert.

Durch die Vermeidung von voreiliger Reduktion auf formale Dogmen schaffen wir für jede Bauaufgabe einzigartige Antworten.     (Aus der DGJ Bürophilosophie)

Und zum Schluss Frage 11: Welche Frage würden Sie welcher Person gerne stellen?
_dj: Die griechischen Götter über ihre Rolle beim Entwurf der Akropolis.

Vielen Dank Herr Jauslin.

Dipl. Arch. ETH Daniel Jauslin
Provenierssingel 66
3033EN Rotterdam
http://www.dgj.eu

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