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Perlen der Alltagsarchitektur

Blaue Zwerge — KiGa in Unterföhring

KiKri Unterfoehring

KiKri Unter­fo­eh­ring

Ein klei­ner, zwei­ge­schos­si­ger Soli­tär­bau mit hel­ler Lär­chen­holz­fas­sade ergänzt nun das Ensem­ble der groß­flä­chi­gen Ver­wal­tungs­bau­ten in . Ab Sep­tem­ber wird das Gebäude, das von O.S.A Ochs.Schmidhuber.Architekten rea­li­siert wurde, als Betriebs­kin­der­gar­ten Platz für 48 Kin­der bieten.

Pro­jekt­da­ten:

Pro­jekt­be­zeich­nung: KiKri Unter­föh­ring
Bau­auf­gabe: Neu­bau
Pla­nung & Aus­füh­rung: 03/2011 – 08/2012
LPH nach HOAI: 1 – 4, 5 – 8 künst­le­ri­sche Oberbauleitung

In sei­ner Maß­stäb­lich­keit wirkt das kleine Gebäude der Kin­der­krippe bei­nahe wie eine Minia­tur der umlie­gen­den Soli­täre im Gewer­be­ge­biet Unter­föh­ring Park, in dem sich eine Viel­zahl von
Medi­en­un­ter­neh­men und nam­haf­ten Ver­si­che­run­gen ange­sie­delt haben. Trotz­dem steht das zwei­ge­schos­sige Gebäude selbst­be­wusst und eigen­stän­dig neben den gro­ßen Volu­men und zieht durch seine offene und freund­li­che Lär­chen­holz­fas­sade die Bli­cke auf sich. Die Kin­der­krippe bil­det am Rand des Gewer­be­ge­biets das Ver­bin­dungs­ele­ment zwi­schen den gro­ßen Ver­wal­tungs­bau­ten und der offe­nen, grü­nen Wiese.

Der Ent­wurf basiert auf einer ein­fa­chen recht­ecki­gen Grund­form, deren Ober­ge­schoss auf der Süd­seite um eine halbe Geschosstiefe zurück­springt. Dadurch ent­steht eine L-förmige Dach­ter­rasse, die über groß­flä­chige, raum­hohe Öff­nun­gen mit dem Innen­raum ver­bun­den ist. Das Erd­ge­schoss umfasst einen offe­nen Foy­er­be­reich, wel­cher um einen Mul­ti­funk­ti­ons­raum erwei­tert wer­den kann, zwei Grup­pen– und zwei Schlaf­räume sowie einen Per­so­nal­trakt. Der Mul­ti­funk­ti­ons­raum sowie die Grup­pen– und Schlaf­räume öff­nen sich eben­falls über raum­hohe Glas­fron­ten zum Garten.

Über eine offene, ein­läu­fige Treppe an der Nord­seite gelangt man in das 1. Ober­ge­schoss – auch hier bie­ten groß­for­ma­tige Fens­ter­öff­nun­gen den Kin­dern einen wei­ten Blick, ein brei­ter Spiel­flur lädt zum Toben ein. Die Idee, ver­schie­dene Per­spek­ti­ven, span­nende und vari­ie­rende Raum­vo­lu­men sowie viel­fäl­tige Öff­nun­gen und Durch­bli­cke zu schaf­fen, zieht sich durch den gesam­ten Ent­wurf. Neben der geziel­ten Tages­licht­pla­nung und der Berück­sich­ti­gung der Hap­tik der Mate­ria­lien trägt zusätz­lich ein strin­gen­tes Farb­kon­zept zum Gesamt­ent­wurf bei. Die­ses spielt mit dem Namen der künf­ti­gen Nut­zer:
Domi­nie­rende Farbe für die „Blauen Zwerge“ ist ein kräf­ti­ges Blau. Die­sem ord­nen sich die Farb­wel­ten der ein­zel­nen Grup­pen sowie die meist Weiß gehal­te­nen Ein­bau­mö­bel unter, gedeckte Braun– und Grau­töne an aus­ge­wähl­ten Wän­den set­zen ein­zelne Akzente. Ledig­lich im Per­so­nal­trakt setzt sich ein knal­li­ges Orange in Küche und Büro ab.

Die Betriebs­kin­der­krippe wurde in Hybrid­bau­weise erstellt. Die Fas­sa­den­ver­klei­dung ist in Lär­chen­holz, die Zwi­schen­de­cke ist als Beton­de­cke aus­ge­führt. So konn­ten die Vor­teile von Holz­ta­fel­bau­weise und Mas­siv­bau opti­mal genutzt wer­den. Die Holz­bau­weise führte zu einer schnel­len Bau­zeit, einer Reduk­tion der Bau­kos­ten, schafft ein ange­neh­mes Raum­klima und steht für einen nach­hal­ti­gen Umgang mit den Res­sour­cen. Zusätz­lich unter­schrei­tet die ener­gie­ef­fi­zi­ente Außen­hülle die Werte der EnEV um 30 Pro­zent. Die Mas­siv­bau­weise mit den Beton­de­cken zahlte sich auf­grund ihrer posi­ti­ven Schall­schut­zei­gen­schaf­ten und als Wär­me­spei­cher­sys­tem aus. Innen­wände und Zwi­schen­de­cke erfül­len die Schall­dämm­werte der Schul­bau­richt­li­nie, alle übri­gen Richt­werte ent­spre­chen der GUV-SR für Kindergärten.

Archi­tekt
O.S.A Ochs.Schmidhuber.Architekten
Mül­ler­str. 20
80469 München

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Sebastian Lauff

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