Ein Haus aus einem Guss
Die Villa Oppenheim im Kaiserbad Heringsdorf auf Usedom ist eines der herausragenden Beispiele für die historische Bäderarchitektur der Deutschen Ostseeküste, die es aufgrund des schlechten Bauzustandes und vieler unsensibler Umbauten der vergangenen Jahrzehnte zu retten galt. Auf Grundlage der originalen Planung wurde sie von Pott Architects restauriert und ihrer ursprünglichen Nutzung als repräsentative private Ferienresidenz zugeführt. Diese Nutzung knüpft an die große Tradition der Villa als Domizil der Familie Oppenheim und Künstler wie Lionel Feininger an und eröffnete das Potential, hier ein Haus wie aus einem Guss zu schaffen.
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Schwedenschanze_Bad
Objektname: Villa und Weinhandlung – Schwedenschanze
Architekt: Spaett Architekten
Erstellungsjahr: Umbau/ Sanierung 2005 – 2007
Standort: Konstanz
Kunde: L & K Finanzdienstleister, private Bauherren
Bilder: Inka Reiter
Bestand
Die zweigeschossige, sechs Achsen breite Villa mit Walmdach, mit einer Flachdachterrasse auf dem dreigeschossigen Mittelrisalit, wurde in den Jahren 1887/1888 von den Architekten Ehinger und Walther als Geschäftshaus eines Weinhändlers erbaut. 1925 wurde das langgestreckte Rückgebäude als Kellereianbau durch den Architekten Heinzmann errichtet. Die repräsentative Villa zeigt mit ihrem blockhaften Baukörper, der nur von der flachen Eckrustika und den Profilierungen der Fenstergewände dekoriert wird, noch das Nachleben der zurückhaltend vornehmen Gestaltungsweise der Biedermeierzeit.
Das 40 Jahre später errichtete Rückgebäude veranschaulicht den konservativen Baustil der Zwanziger Jahre, der sich — nach der dazwischenliegenden Formenvielfalt des Historismus und des Jugendstils — wieder auf eben diese Werte der Architektur des frühen 19. Jahrhunderts zurück besinnt. (Textauszug aus HP L&K, mit freundlicher Genehmigung von L&K Finanzdienstleister)
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