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Perlen der Alltagsarchitektur

Dipl.-Ing. (Architektur) Irina Hultzsch

Nicht jeder der Archi­tek­tur stu­diert hat arbei­tet spä­ter als Archi­tekt oder bleibt auch dabei. Gründe gibt es hier­für — wie in vie­len ande­ren Beru­fen — zuhauf. Archi­tek­tur hat hier mei­ner Mei­nung nach einen ent­schei­den­den Vor­teil. Die Aus­bil­dung zum Archi­tek­ten ver­eint sehr viele Aspekte die man auch gut in ande­ren Berei­chen ver­wer­ten kann. Gerade Lebens­läufe sind lang­wei­lig. Oft ist es bes­ser auf sein Herz zu hören.

Irina Hultzsch ist — aus Lei­den­schaft — etwas Abseit der Archi­tek­tur mit milch­mäd­chen. unter­wegs. Nach ihrem Archi­tek­tur­stu­dium an der TU Mün­chen arbei­tete sie zunächst 4 Jahre frei­be­ruf­lich bei ver­schie­de­nen Büros. 2007 eröff­nete sie dann in einem Laden­lo­kal in Hamburg-Eppendorf milch­mäd­chen..

milchmädchen.design dient als Ver­mitt­ler zwi­schen Jung­de­si­gnern und Lieb­ha­bern des beson­de­ren Designs. Haupt­au­gen­merk liegt dabei auf der Authen­ti­zi­tät der Pro­dukte. Ange­fan­gen beim Uni­kat, über Klein­se­rien bis hin zu jun­gen inter­na­tio­na­len Mar­ken ist alles zu fin­den. Neben char­man­ten Geschen­ken und Woh­n­ac­ces­soires prä­sen­tiere ich auch hoch­wer­ti­ges Por­zel­lan und Kunsthandwerk.

So sieht man, dass der gerade Weg nicht immer er rich­tige ist. Irina hat sich auf jeden Fall einen lang geheg­ten Traum erfüllt und ihre Liebe für das Beson­dere zum Beruf gemacht.

Ich denke das wird jetzt ein sehr inter­es­san­tes .

Irina stelle Dich vor der ers­ten Frage doch kurz sel­ber vor:
_Irina Hultzsch [ih]: Irina Hultzsch, 31 Jahre, stu­dierte , gebo­ren in Mün­chen, seit 2 Jah­ren lebe ich in Ham­burg — seit 1,5 Jah­ren haupt­be­ruf­lich „Milchmädchen”

Frage 1: Wel­ches war Ihre erste Anstel­lung nach dem Stu­dium?
_ih: Direkt nach dem Diplom habe ich bei Koch + Part­ner in Mün­chen im Wett­be­werbs­team mit­ge­ar­bei­tet. Ich bin seit­her frei­be­ruf­lich tätig.

Frage 2: Warum sollte ein Bau­herr auf jeden Fall mit einem Archi­tek­ten zusam­men­ar­bei­ten?
_ih: Ein guter Archi­tekt ver­liert das Gesamt­bild und das Raum­ge­fühl eines Gebäu­des nie­mals aus dem Auge. Für einen Bau­her­ren ist dies von uner­setz­ba­rem Wert, da das End­er­geb­nis (im Ide­al­fall — lei­der gibt es auch hier schwarze Schafe!) im Gro­ßen wie im Klei­nen stim­mig und auf indi­vi­du­elle Bedürf­nisse ange­passt ist.

Frage 3: Wie wür­dest Du Dei­nen archi­tek­to­ni­schen Stil beschrei­ben?
_ih: Klare For­men. Pure Mate­ria­lien. Weib­li­che Verspieltheit.

Frage 4: Wel­ches Buch oder wel­chen Film hast Du zuletzt gele­sen bzw. gese­hen?
_ih: Buch: „Den­ken hilft zwar, nützt aber nichts” Dan Ari­ely
DVD: „Im Win­ter ein Jahr” von Caro­line Link

Frage 5: Wer sind Deine Vor­bil­der und warum?
_ih: Pri­vat: meine Eltern, weil sie mir Werte mit­ge­ge­ben haben, die mich mit bei­den Bei­nen im Leben ste­hen lassen.

Beruf­lich: es gibt einige Archi­tek­ten, Kol­le­gen und Desi­gner, die mich inspi­rie­ren und beein­flus­sen. Meist steht jedoch kein gro­ßer Name, son­dern viel­mehr eine große Per­sön­lich­keit dahin­ter. Ich schätze Men­schen, die authen­tisch sind, in sich ruhen und dar­aus Gro­ßes schöpfen.

Frage 6: Ist der Bau­herr König, oder muss ein Bau­herr durch einen erfah­re­nen Archi­tek­ten zu sei­nem Glück geführt wer­den?
_ih: Der Bau­herr ist in ers­ter Linie Kunde. Seine Wün­sche ver­su­che ich zu struk­tu­rie­ren und bera­tend umzu­set­zen. Als Archi­tekt sollte man dem Bau­her­ren weder etwas auf­zwän­gen, noch des­sen Wün­sche unge­fil­tert umset­zen. (s. Frage 2)

Frage 7: Wel­cher Bereich im Archi­tek­tur­stu­dium hat Dich für Dein Berufs­le­ben am Bes­ten vor­be­rei­tet?
_ih: Die Pro­jekt­ar­beit im Team. Die Dif­fe­ren­ziert­heit der Aus­bil­dung hat mei­nen Hori­zont enorm erweitert.

Frage 8: Von Paul Valery stammt der Aus­druck „Archi­tek­tur ist Stein gewor­dene Musik”. Was uns zu der Frage bringt, wel­che Musik Du zur­zeit gerne hörst?
_ih: Sigur Rós, Julia & Angus Stone, Sarah McLachlan

Frage 9: Wel­ches Gebäude hät­test Du gerne ent­wor­fen und warum?
_ih: Dar­über habe ich noch nie nach­ge­dacht. In die­ser Hin­sicht bin ich wunsch­los glücklich.

Frage 10: Archi­tek­tur ist … ?
_ih: …Raum zum Leben

Und zum Schluss Frage 11: Wel­che Frage wür­den Sie wel­cher Per­son gerne stel­len?
_ih: „Sen­hor Álvaro Siza, wür­den Sie sich Frei­tag­abend mit mir im Boa Nova auf einen Drink treffen?”

Vie­len Dank Irena.

Irina Hultzsch
milchmädchen.design
Lehm­weg 47
20251 Hamburg

www.milchmaedchen-design.de
info@milchmaedchen-design.de

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Ich bin Architekt und seit 2009 veröffentliche ich archimag.de. Wenn Ihr Wünsche oder Anregungen habt, dann her damit. Ich freue mich über Eurer Feedback.
Sebastian Lauff
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Lauff, Archi­tekt & Autor

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